Internetmagazin

dieaktuellekamera

DIE RÖMER IN HILDESHEIM

Beim anklicken vergrößern


Der Schatz!

150 Jahre Hildesheimer Silberfund


Sonderausstellung im Stadtmuseum Knochenhauer-Amtshaunoch bis zum 28.04.2019 in 31134 Hildesheim, Markt 7


Als vor 150 Jahren, am 17. Oktober 1868 preußische Soldaten beim Ausbau ihres Schießstandes am Hildesheimer Galgenberg ein aus 77 Teilen bestehendes römisches Prunksilber entdeckten, war die Sensation perfekt! Es handelte sich um Tafelgeschirr aus der Zeit um Christi Geburt, dass seitdem unter dem Namen "Hildesheimer Silberfund" berühmt geworden ist. 


Alter Lageplan des Fundortes.- Beim anklicken vergrößern

















Gedenkstein - Beim anklicken vergrößern




Heute zu finden in der Silberfundstraße Hildesheim, am Fuß des Galgenberges.

Beim anklicken vergrößern




Nach zähem Ringen gelangte der Silberfund noch im Jahr seiner Auffindung in die Antikensammlung nach Berlin. Im Gegenzug erhielt Hildesheim eine originalgetreue Kopie, die im hiesigen Stadtmuseum die Geschichte dieses für die europäische Archäologiegeschichte äußerst bemerkenswerten Fundes nach wie vor wach hält.

Seit nunmehr 150 Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler und Restauratoren mit diesem Schatz. Unzählige Fachpublikationen sind seitdem erschienen, aber auch viele spekulative Theorien. Denn nach wie vor konnte das Geheimnis seines vormaligen Besitzers und die Gründe der Platzierung an diesem Ort bis heute nicht entschlüsselt werden.

Er war:

  • ein diplomatisches Geschenk der Römer für einen germanischen Stammesführer
  • das Reiseservice eines römischen Offiziers, das dieser selbst während eines Feldzugs vergraben ließ
  • germanisches Beutegut von Überfällen am Rhein
  • das Tafelservice eines germanischen Hilfstruppensoldaten in römischen Diensten
  • das Tafelservice einer vormaligen germanischen Geisel in Rom

Keine dieser Theorien konnte bis heute konkret bewiesen werden, aber zum historischen Umfeld liegen zahlreiche neue Entdeckungen vor. 

Anlässlich des 150. Jahrestages der Auffindung des "Schatzes" beleuchtet die aktuelle Sonderausstellung dieses Thema aus einer ganz neuen Perspektive. Neuere Forschungen und Analysen ergeben zusammen inzwischen ein genaueres Bild der Geschichte des Hildesheimer Silberfundes. Erstmals konnte sogar der antike Vorbesitzer eines der Trinkgefäße identifiziert werden, ein hochrangiger Militärbeamter namens Bochus. Ergänzt durch aktuelle Grabungsergebnisse auf dem Gelände eines ehemaligen römischen Heerlagers im Raum Hannover kann ein Stück der geheimnisvollen Geschichte des Fundes weiter gelüftet werden.

Das Lager befindet sich einen Kilometer südlich der hannoverschen Stadtgrenze zwischen den Ortschaften Wilkenburg und Arnum. Etwas erhöht auf einer Niederterrasse des alten Leinetals gelegen war es vor Hochwasser geschützt. Auffallend ist zudem, dass ein Bachlauf das Lager durchzieht und vermutlich einst zur Frischwasserversorgung der Legionäre diente.

        

Bereits 1991 ermittelte ein Luftbildarchäologe Bewuchsmerkmale, die auf ein mögliches Römerlager hinwiesen. 2015 wurden im Zuge von mehreren systematischen Grabungen und Suchgängen mit Metalldetektoren durch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege und die Universität Osnabrück eindeutige Befunde ermittelt.

Insgesamt deutet der Befund auf ein römisches Marschlager hin, das von bis zu 20.000 Legionären für mehrere Wochen genutzt wurde.

Luftbildaufnahme: Quelle: Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus - Beim anklicken vergrößern


Videos: S.Genenger

Fotos: F.Scheer


DIE AUSSTELLUNG












Anhand spannender Modelle, zahlreicher Aktivstationen und dem Nachbau eines römischen Tricliniums (Speiseraumes) wird der Besucher mitgenommen ins römische Reich des 1. Jahrhunderts nach Christi Geburt. Als Höhepunkt der Ausstellung kehren sechs Originale des Silberfundes als temporäre Leihgaben nach Hildesheim zurück. Die Präsentation geht den Herstellungstechniken und dem Gebrauch der kostbaren Stücke auf den Grund und stellt sie in Dialog mit zahlreichen Repliken, auch denen von Hildesheimer Privatleihgebern.

Der Schatz

Beim anklicken vergrößern


Beim anklicken vergrößern


Beim anklicken vergrößern


Beim anklicken vergrößern


Beim anklicken vergrößern


Aussenhülle für einen Trinkbecher aus feinstem Silber 0,4 mm stark, getrieben und ziseliert. Beim anklicken vergrößern


Einsatz aus Silber für den nebenstehenden Becher zecks täglicher Gebrauchsfähigkeit.- Beim anklicken vergrößern


Anhand spannender Modelle, zahlreicher Aktivstationen und dem Nachbau eines römischen Tricliniums (Speiseraumes) wird der Besucher mitgenommen ins römische Reich des 1. Jahrhunderts nach Christi Geburt. Als Höhepunkt der Ausstellung kehren sechs Originale des Silberfundes als temporäre Leihgaben nach Hildesheim zurück. Die Präsentation geht den Herstellungstechniken und dem Gebrauch der kostbaren Stücke auf den Grund und stellt sie in Dialog mit zahlreichen Repliken, auch denen von Hildesheimer Privatleihgebern. 

Begegnung: Römischer Legionär mit germanischem Krieger - Beim anklicken vergrößern


Gegenstände des täglichen Lebens eines römischen Legionärs. -Beim anklicken vergrößern.


Beim anklicken vergrößern


Rahmenprogramm


ÖFFENTLICHE KURATORENFÜHRUNG

Jeden 3. Sonntag im Monat, 45 Minuten

Lassen Sie sich von durch unsere Experten von der Geschichte und den Geschichten rund um den berühmten Hildesheimer Silberfundes faszinieren und begeben Sie sich bei uns im Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus auf eine spannende Zeitreise zu den Römern und Germanen.

2,00€ pro Person, zzgl. Eintritt















Führungen für Schüler und Erwachsene zur Ausstellung


„DER SCHATZ!“ – 150 Jahre Hildesheimer Silberfund

I. Tatort Galgenberg: Römisches Tafelgeschirr gefunden, Besitzer gesucht!

        

Interaktive Führung, 45 Minuten, Schüler ab Klassenstufe 4 und älter. Römisches Silber am Galgenberg? Was preußische Soldaten dort am 16. Oktober 1868 bei Grabungsarbeiten an ihrem Schießstand ans Tageslicht gefördert haben gleicht einer Sensation! Der Fund ruft nicht nur Kunst- und Geschichts-Experten auf den Plan, sondern wirft auch bis heute unzählige Fragen auf. Wir versuchen dem Rätsel um dieses römische Tafelgeschirr auf die Spur zu kommen. Als Geschichtsdetektive befragen wir Zeitzeugen, studieren Karten sowie historische Quellen und erproben das Leben im alten Rom. Wer weiß, vielleicht können wir den kniffligen Fall am Ende ja doch lösen?


Beim anklicken vergrößern

















II. Mythos und Wirklichkeit – Der Hildesheimer Silberfund im Fokus der Geschichte

Überblicksführung, 45 oder 90 Minuten, Oberstufe und Erwachsene.

        

Seit 150 Jahren wirft der Hildesheimer Silberfund mehr Fragen auf, als Experten beantworten können. Unser Rundgang hinterfragt bestehende Mythen, beleucht neuste archäologische sowie historische Erkenntnisse und betrachtet die bis heute andauernde Rezeptionsgeschichte. Außerdem werden zahlreiche Fakten zum Ursprung des Tafelgeschirrs wie z. B zu den Produktionsstätten oder dem Alltagsgebrauch nachgegangen.


Spezialangebot für Schulen zur Ausstellung „DER SCHATZ!“ – 150 Jahre Hildesheimer Silberfund

Lebendige Museumspädagogig durch Frau Stefanie Bölke- Museumspädagogischer Dienst Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus. Bild: Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus - Beim anklicken vergrößern














Leben und Speisen wie im alten Rom

Projekttag, 180 Minuten, Klassenstufe 3 – 7. Nach einem interaktiven Ausstellungsrundgang wird in Gruppenarbeit der römische Alltag lebendig, hier ist vom Handwerker bis zum Künstler für jeden etwas dabei:

Willkommen im Hause des Bürgermeisters und Präfekten

Lucius Manlius Bocchus!

        

Hier wird heute gefeiert und gespeist. Doch bevor die Gäste der Cena, dem üppigen Abendmahl in seinem Hause beiwohnen können, wartet eine Menge Arbeit auf uns. Nach der Erkundung seiner prachtvollen Villa nebst Garten ruft uns die Köchin in die Küche. Für das Festmahl sind etliche Speisen nötigt und wir springen für ihre kranken Hilfsköche ein. Außerdem muss das Triclinium, das Esszimmer eingerichtet werden. Also müssen wir Klinen eindecken und Dekorationen gestalten, damit sich die Gäste auch wohlfühlen. Und da der Hausherr eine große Anzahl an Gästen erwartet, muss auch sein silbernes Tafelgeschirr ergänzt werden. Hier sind die Künstler gefragt!

Zum Schluss legen wir unsere Toga an und erholen uns bei einem großen Gelage von einem arbeitsreichen Vormittag.


Entdecken, erleben, erinnern!

Das Stadtmuseum bietet eine große Auswahl an Führungen und Workshops für alle Alters- und Interessengruppen an. Ob Sie Ihren Gästen Hildesheim zeigen, eine Geburtstagsfeier planen oder einfach nur eine schöne Zeit verbringen wollen: Im museumspädagogischen Programm finden Sie bestimmt das Passende. Selbstverständlich gibt es auch eine Reihe von Workshops für Kinder und Schulklassen. Das Angebot wird regelmäßig überarbeitet und erweitert. Zu unseren Sonderausstellungen bieten wir spezielle Veranstaltungen an. Klicken Sie sich einfach durchs Menü!

Buchungen nehmen wir gerne während der Öffnungszeiten unter Tel.: 05121 / 29936-85 entgegen. Damit wir Ihnen Ihren Wunschtermin anbieten können, rufen Sie am besten mindestens eine Woche vorher an.

Jede Etage ein Erlebnis!

Im rekonstruierten Knochenhauer-Amtshaus präsentiert das Stadtmuseum auf fünf Etagen eine abwechslungsreiche Zeitreise. 

Etage 1: Sonderausstellung

In diesem Stockwerk zeigen wir Sonderausstellungen zu einzelnen Aspekten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Hildesheims.

Etage 2: Von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Hildesheimer Silberfund

Am Beginn der Dauerausstellung begibt sich der Besucher auf eine Zeitreise in die Kulturgeschichte der Region. Die wichtigste archäologische Entdeckung, die der Boden Hildesheims barg, machten preußische Soldaten, die 1868 einen Schießstand bauen wollten und dabei auf einen Hort von rund siebzig prächtigen silbernen Gefäßen stießen: Den Hildesheimer Silberfund

Etage 3: Die Stadt im Mittelalter

Das Mittelalter war die hohe Zeit Hildesheims. Die Archäologen haben bei ihren Ausgrabungen zahlreiche Alltagsgegenstände gefunden, die vor allem aus dem Spätmittelalter stammen. Einen Eindruck vom Hildesheimer Alltagsleben im ausgehenden Mittelalter kann der Besucher am Beispiel des Schneiders Antonius Lautensack bekommen.

Etage 4: Das Zeitalter der Industrialisierung

Die aufkommende Industrialisierung prägte Hildesheim weniger stark als andere Städte. Aber auch Hildesheim erlebte ab 1850 in wirtschaftlicher, technischer und kultureller Hinsicht einen beträchtlichen Wandel.

Etage 5: Das fürstbischöfliche Silber

Zum Abschluss seines Rundgangs durch die Stadtgeschichte steht der Besucher direkt unter dem Hahnenbalken des „schönsten Fachwerkhauses der Welt“. Im höchsten Stockwerk des Hildsheimer Wahrzeichens wird ein prächtiges Silberservice präsentiert, das zu den wichtigsten heute noch komplett erhaltenen Rokoko-Geschirren in Deutschland gehört.

Anfahrt Routenplaner

Ausstellungsort Stadtmuseum im Knochenhauer-Amtshaus

Baim anklicken vergrößern


Markt 7, D-31134 Hildesheim

Direktorin Prof. Dr. Regine Schulz

Kuratoren der Ausstellung Dr. Stefan Bölke, Dr. des. Markus Siedow

Museumspädagogin Stefanie Bölke

 

Ausstellungsfläche ca. 400 qm

Objektanzahl ca. 292

Marketing Sarah Werner

Tel: 05121/9369-65, Fax: 05121/35283

E-Mail: marketing@rpmuseum.de


Öffnungszeiten Di-So, 10.00-18.00 Uhr, Montag geschlossen


Eintritt pro Person Erwachsene/Ermäßigt 3,00/2,00 €

Kinder bis 6 Jahre/6-14 Jahre frei/1,50 €

Kinder u. Schüler in Gruppen 1,00 €

Begleitperson Kindergarten pro Gruppe

bis zu 2/ab 3 frei/2,00 €

Begleitperson Integrationskinder, Schulbegleiter frei

Familienkarte (2 Erw. u bis zu 2 Ki. bis 14 Jahre) 6,00 €

Kombikarte für Erwachsene 15,00 €

(RPM, Dommuseum, Stadtmuseum)

 

Gruppenführungen deutsch (45 Min.) 36,00 €

        

(zzgl. Eintritt pro Person)

 

Expertenführung deutsch (90 Min.) 72,00 €

(zzgl. Eintritt pro Person)

 

Öffentliche Erwachsene/Kinder 6-14 Jahre 2,00 €

Führung (45 Min.) (zzgl. Eintritt pro Person)

 

Internet http://www.stadtmuseum-hildesheim/sonderausstellungen.html

Facebook www.facebook.com/StadtmuseumHildesheim

E-Mail info@stadtmuseum-hildesheim.de