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Der Familie Popolski Spezial Drucken E-Mail

A0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0  pppp.jpgchim Hagemann - Urvater der Familie Popolski - ein wenig unstrukturiert, versponnen, aber am Ende immer gut gelaunt.

Die aus einer polnischen Plattenbausiedlung stammende Familie Popolski ist fest entschlossen, für ihr Recht an mindestens 90 Prozent der großen Hits der Popmusik aus den letzten Jahrzehnten zu kämpfen. Nach dem „illegalen“ Einhacken ins WDR-Fernsehprogramm und einer erfolgreichen Tour, sind die Popolskis, allen voran Pavel Popolski, alias Achim Hagemann, mit ihrem neuen Programm „From Zabrze with love“ zurzeit auf Deutschlands Bühnen unterwegs. Auch in Holzminden machte Ende Januar 2010 die quirlige Familie Halt und bot 500 Gästen in der Stadthalle einen unvergesslichen Abend, mit einer Mischung aus Kabarett, Comedy und genialer Musik, in allerbester Partystimmung. Ein bizarr-komisches Rahmenprogramm, das durch seine außergewöhnliche Geschichte lebt, Akteure, die nicht nur eine Rolle spielen, sondern sie auch leben, und Musik, die nicht nur mitreißt, sondern wohl auch in dieser Art einzigartig ist und Winterfrust und Wirtschaftsflaute für 2 Stunden schnell vergessen ließ. Der Dank des Publikums, tosender Beifall und die nicht endenden Bitten nach Zugaben. 

Hinter der Schnauzbart-Maske des Pavel Popolski steckt Achim Hagemann, Gründer der „Der Popolski Show“. Ende der Achzigerjahre wurde er an der Seite seines Schulfreundes Hape Kerkeling berühmt, in der Show „Total Normal,“ in der die beiden ein unschlagbares Team bildeten und erste Comedy Geschichte schrieben. Danach etablierte sich Hagemann als erfolgreicher Produzent von Filmmusik, vertonte Serien wie „Der kleine Vampir“, „Anke“ oder Kinofilme wie „Rennschwein Rudi Rüssel“.
 

Wenige Tage vor dem Auftritt nutzte dieaktuellekamera in einem Interview mit Achim Hagemann die Gelegenheit, mehr über den Künstler und Urvater der Popolskis zu erfahren:
 

dieaktuellekamera: Wie ich der Presse entnehmen konnte, ist eine polnische Freundin aus Köln und dessen Familie mitverantwortlich, dass Familie Popolski zum Leben erweckt wurde. Wie wurde aber aus einer Idee eine lebendige Familie mit so dominanten Familienmitgliedern?
 

Achim Hagemann: Aus einer kleinen Grundformation entwickelte sich immer mehr. Denn mit jedem weiteren Akteur der hinzukam wuchs auch Familie Popolski und wurde zu dem, was sie heute ist.
 

dieaktuellekamera: Jeder Familienteil verkörpert einen ganz eigenen Charakter und eine eigene Geschichte. Gab es Vorgaben im Vorfeld? Und was machte die ganze Sache so rund?
 

Achim Hagemann: Die Familie Popolski ist als Spaßprojekt gestartet, ohne vollständigen Plan, das sich durch ständiges Suchen und Finden ständig weiterentwickelte. Das bedeutete, nach dem 100. Auftritt wurden wir sicherer, nach dem 200. Auftritt lockerer und nach dem 500. machte es richtig Spaß.
 

dieaktuellekamera: Wie ist das Verhältnis untereinander?
 

0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 musik hagemann kopie.jpgAchim Hagemann: Die Chemie stimmt, wie in einer guten Band, und gibt es mal Unstimmigkeiten, hat „Pavel“, der große Bruder, das letzte Wort.
 

dieaktuellekamera: Wie werden die Aufgaben innerhalb der Gruppe verteilt?
 

Achim Hagemann: Die Texte schreibe ich, für die Musik und dessen Arrangement sind wir alle zuständig. Hier und da fliegt dann mal etwas heraus, aber es bildet sich auch ständig etwas Neues.
 

dieaktuellekamera: Was macht die Popolskis so erfolgreich, ist es der Robin-Hood-Charakter, „Arm kämpft für Gerechtigkeit“, oder ist es der liebenswerte, Wodka-trinkende Pole mit großem Familiensinn?
 

Achim Hagemann: Ich glaube, es liegt daran, wie gut gelaunt sie ihr Leben und ihr Schicksal meistern. Die Mischung aus polnischen Ritualen, der speziellen Musik und einem Humor, der nicht diskriminierend ist oder auf Kosten anderer ausgetragen wird, außer hier und da einmal ein Witz über Dieter Bohlen.
 

dieaktuellekamera: Das Salz in der Suppe ist eure Musik, eine besondere Mischung aus Polka und Pop, die für das Ohr eine völlig neue Erfahrung ist. Sie lieben das Außergewöhnliche in der Musik, was auch ihr Titel „Hurz“ beweist. Steht dahinter ein Konzept oder eher das Zufallsprinzip?
 

Achim Hagemann: Der Musik wollten wir von Anfang an einen großen Raum geben, denn gerade im Bereich Comedy kommt sie immer viel zu kurz. Dabei soll sie nicht nur den Witz transportieren, sondern Zentrum der Geschichte sein.
 

dieaktuellekamera: Was macht Ihnen ganz persönlich am meisten Spaß an den Popolskis?
 

Achim Hagemann: Das Ausdenken der Geschichte und die Liveauftritte auf der Bühne, die gerade durch den direkten Kontakt mit dem Publikum noch mehr Freude bringen, als die Produktion einer Fernsehsendung.
 

dieaktuellekamera: Erst vor wenigen Tagen lief eine neue Staffel der Polpolskis mit 3 Sendeterminen im WDR Fernsehen an. Wie kam die Verbindung zum Sender zustande?
 

Achim Hagemann: Ein Redakteur vom WDR saß eines Tages im Publikum bei einer unserer Bühnenshows und war so begeistert, dass schon nach kurzer Zeit die erste Sendereihe produziert wurde. Gedreht wurde die neue Staffel in einem Düsseldorfer Studio, in dem das kleine Popolski-Wohnzimmer mit viel Liebe zum Detail aufgebaut wurde. Der Dreh auf engstem Raum hat allen dabei sehr viel Spaß gemacht, und es wurde sehr viel gelacht. Und mit Stolz können wir sagen, dass diese Fernsehaufnahmen so schnell nicht mit anderen vergleichbar sind.
 

dieaktuellekamera: Hape Kerkerling und Sie könnte man als Pioniere der Comedy bezeichnen. Comedy füllt zwar heute ganze Stadien, aber ist es auch Qualität?
 

Achim Hagemann: Sehr unterschiedlich, zum einem wird der Markt zurzeit mit Comedy überschwemmt, vor allem mit Comedystars, bekleidet mit Motto-T-Shirts, die nur noch über Beziehungsprobleme sprechen. Zum anderem gibt auch Qualität, Künstler, die ihre ganz eigne Line verfolgen und auch Familie Popolski begeistern.
 

dieaktuellekamera: Die Zusammenarbeit mit Harpe Kerkeling war für beide ein großer Einstieg. Arbeiten Sie auch noch heute intensiv bei verschiedenen Projekten zusammen?
 

Achim Hagemann: Ja, vor allem in den letzten 2 Jahren war die Zusammenarbeit sehr intensiv, so  entstand das Horst-Schlämmer-Lied „Gisela, Gisela…“, und ich schrieb die Musik zu Hape Kerkelings Fernsehfilm „Ein Mann, ein Fjord“ (ZDF) und für seinen neusten Kinofilm „Isch kandidiere“. In diesem Jahr wird nicht mehr so viel möglich sein, da die Popolskis rund 100-mal live auf der Bühne stehen müssen und noch weitere Termine in Funk und Fernsehen anstehen.
 

dieaktuellekamera: Zum Schluss ein paar ganz persönliche Fragen. Wie würden Sie sich selbst in kurzen Worten beschreiben?
 

Achim Hagemann: Ein wenig unstrukturiert, versponnen, aber am Ende immer gut gelaunt.
 

dieaktuellekamera: Was ist ihr größter Wunsch für Familie Popolski für das Jahr 2010?
Achim Hagemann: Dass die aktuelle Dreierstaffel „Familie Popolski“ im WDR hohe Quoten bringt und alle Mitglieder des Ensembles gesund bleiben.

Eine große Bildergalerie vom Auftritt in der Stadthalle Holzminden (27.01.2010) finden sie unter (mehr)

Live-Video des Abends

Die Pop-Sensation ist 2010 unterwegs:
Der Familie Popolski ist mit ihrem zweiten Programm „From Zabrze with Love“ und neuen Enthüllungen auf Tour.

Mit dem sehnsüchtig erwarteten zweiten Live-Knaller aus Polen präsentiert „Der Familie Popolski“ unter dem schönen Motto „From Zabrze with Love“ dem staunenden Publikum die langersehnte Fortsetzung der Reihe musikalischer Meisterwerke aus der Familiengeschichte so, wie sie ursprünglich gedacht waren.

Die wohl unglaublichste Geschichte aus der Welt der Popmusik gelangte in der jüngsten Vergangenheit endlich ans Licht der Öffentlichkeit: So gut wie alle Top-Hits der letzten Jahrzehnte sind geklaut!
Die eigentlichen Urheber der Songs sind die Mitglieder einer völlig unbekannten, verarmten Musikerfamilie aus Polen: Der Familie Popolski!

Nachdem „Der Familie Popolski“ sich 2008 erfolgreich in das laufende Programm des WDR hackte um der verblüfften Weltöffentlichkeit die Wahrheit über die eigentlichen Urheber der Popmusik zu verkünden und sich hieran eine Tournee in ausverkauften Konzerthallen in der gesamten Republik anschloss, hat sich die Familie nun zurückgezogen, um aus dem schier unerschöpflichen Fundus des Opa Popolski weitere Schätze der Popmusik für ihr Publikum freizulegen.

Und jetzt sind sie zurück!- „From Zabrze with Love“ ist Name und Motto eines Abends, an dem „Der Familie Popolski“ zurück auf die Bühnen geht, um nicht nur weitere Originalversionen verhunzter Pophits sowie Klassiker aus dem Schaffen der Popolskis zu präsentieren, sondern auch einen Abend in Liebe und Harmonie mit dem Publikum zu verbringen.

Weltbekannte Top-Hits wie „In the Shadwos“ oder „Highway to Hell“, die man in- und auswendig zu kennen glaubte, offenbaren eine gänzlich unbekannte, oft völlig überraschende Seite, wenn sie dem Publikum zum ersten Mal in ihrer Ursprungsversion erklingen und Pavel Popolski1 dem Publikum die Entstehungsgeschichte jedes einzelnen Titels auf seine unverwechselbare und sympathische Weise enthüllt.

Aber dies nicht genug lüften „Der Familie Popolski“ auch noch weitere Geheimnisse aus der jüngsten Vergangenheit unseres sympathischen und doch so unbekannten Nachbarlandes Polen und seiner ebenso weltoffenen wie heimatverbundenen und liebenswerten Einwohner. Denn die Polen haben nicht nur in der Musik mit „Der Familie Popolski“, sondern auch in Film, Sport und Wissenschaft unbemerkt von der Weltöffentlichkeit historische Grundsteine gelegt, die später im Westen kopiert und als eigene Errungenschaften medienwirksam ausgeschlachtet wurden. So wurde z.B. einst aus dem ursprünglichen polnischen Straßenfeger „Der Patek“ die Mafia-Trilogie „Der Pate“ und der erste Mann auf dem Mond war auch kein Amerikaner, sondern – wie sollte es anders sein – ein Pole!

Die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Der Popolski-Show ist ein Beleg für Unterhaltungskunst.“„From Zabrze with Love“ mit der Familie Popolski garantiert zwei Stunden exzellente Musik,Wodka, Party und beste Unterhaltung.

Story - Opa Popolski und die Erfindung der Pop-Musik
Nachdem der Kirchenkantor Pjotrek Popolski vor 100 Jahren beim Pfarrfest in Pyskowice 22 Gläser Wodka auf das Wohl der Jungfrau Maria getrunken hatte, setzte er sich auf sein Fahrrad und radelte durch den strömenden Regen singend zurück in seine Heimatstadt Zabrze.

Gut gelaunt ersann er eine kleine Melodie, die später als der Gassenhauer „ Ei dobrze, dobrze dralla“ zu lokaler Berühmtheit gelangen sollte. Die vier Akkorde dieser genialen Komposition wurden später von erstaunten Fachleuten in 90% aller internationalen Tophits wiedererkannt. Das Lied gilt heute in Polen nicht nur als der erste Popsong der Musikgeschichte, sondern auch als Beginn der unglaublichen Geschichte der Familie Popolski.

Nicht nur Opa Popolski, der polnische Pionier der Popmusik, sondern auch die folgenden Generationen der Familie erwiesen sich als geniale Schöpfer zeitloser Musikklassiker. Das gilt besonders für die Enkel Pawel, Mirek, Janusz und Danusz, die schon im zarten Alter von drei Jahren ihre erste Band gründeten. Leider führte das pausenlose Musizieren zu ernsten Konflikten mit der Nachbarschaft und schließlich zur Verbannung aus der Plattenbausiedlung hinein in einen heruntergekommenen Schuppen am Rande der Stadt.

Hier probten die Brüder, und komponierten in jeder freien Minute, soweit die vielen, notwendigen Nebenjobs wie, Wagenschieber beim örtlichen Lebensmittelmarkt Aldizki oder Flaschenspüler bei der lokalen Schwarzbrennerei, noch Raum ließen. In dieser Zeit schufen die Popolskis unzählige Meisterwerke. Darunter „From Zabrze with love“,einen patriotischen Grand-Prix-Beitrag für ihre Heimatstadt Zabrze, oder „Cherry, Cherry Lady“, eine liebevolle Hommage an die schöne Kirschenverkäuferin in ihrer Heimatstadt.

Eines Tages hörte der windige Gebrauchtwagenhändler Olek Priszewinski, der gerade einen liegengebliebenen alten „Polski-Fiat“ abschleppte, zufällig einige Melodien, die aus dem Schuppen nach draußen klangen. Obwohl musikalisch völlig ungebildet, erkannte er sofort das Potential der Band und beschloss die Gunst der Stunde zu nutzen. Bei Wodka und Gurken versprach er den Popolskis eine goldene Zukunft im Westen und bot sich an die richtigen Kontakte zu knüpfen. Er überredete die gutgläubigen Brüder, ihm die Rechte an ihren Werken zu übertragen, ließ ihnen den alten Polski-Fiat als Anzahlung zurück und verschwand mit zwei Koffern und sämtlichen Aufnahmen der Band auf Nimmerwiedersehen.

Seit jener Zeit stürmen die Werke der Popolskis alle Hitparaden dieser Welt, ohne dass die eigentlichen Schöpfer auch nur einen Cent an Tantiemen zu sehen bekommen. Doch damit nicht genug. Viel schwerer noch wiegt die Tatsache, dass sie tatenlos mit ansehen müssen, wie ihre filigranen Meisterwerke nach Strich und Faden verhunzt werden.

Doch nun haben sie es geschafft. Die Popolski-Brüder haben sich nach langen, brotlosen Jahren als Straßenmusiker entschlossen, der Welt ihre Songs so zu präsentieren, wie sie ursprünglich gedacht waren. In einer mitreißenden Bühnenshow mit vielen Gästen, Dias und Filmeinspielungen erzählen sie ihre unglaubliche Geschichte.

Die Band:
Pavel Popolski (Drums), Mirek Popolski (Gitarre), Janusz Popolski (Bass), Danusz Popolski (Gesang, Piano, Keyboards, Trompete, Akkordeon, Melodika, Blockflöte, Mundharmonika, Kazoo, etc.), Andrzej Popolski „Der schone Andrzej” (Gesang), Isidor „Isi“ Popolski (Gesang), Tomek Popolski „Der Tiger von Zabrze“ (Gesang), Dorota Popolski „Die rote Dorota” (Gesang) Der Dobrze Horns (die trinkfreudigste Bläsergruppe der Welt, mit Henjek und Stenjek, den eineiigen Zwillingen)

Nächster Termin in unsere Region:

Fr. 24.09.2010 / 20:30 Uhr
Kultur- und Kommunikationszentrum Sumpfblume e. V.
Am Stockhof 2a
31785 Hameln
www.sumpfblume.de

Weitere Infos und Tourdaten unter (mehr)

 

 

 
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