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Sappeur News

Am 13.06.2009 errang Monty Neumann die Königsscheibe 2009 & Peter Langer die Vereinsmeisterscheibe 2009 der 1. Sappeur - Kompanie  Holzminden seit 1819

 

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Bilder und Video - Günter Wackernagel

 

 

 

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 Einer für alle, alle für einen!

Die Sappeure sind eine Besonderheit des Holzmindener Schützenwesen. Erwähnt wurden die Sappeure zum ersten Mal zur Zeit des siebenjährigen Kriegs im Jahre 1819. In diesen Jahren, nach dem Bürgerkrieg wurden Leute gesucht, um den Zugang zur Stadt Holzminden frei zu machen. Grund dafür, die Stadt Holzminden hatte keine eigenen Leute zur Verfügung, es waren zu viel verwundet und die meisten waren noch nicht aus dem Krieg zurückgekehrt. Dem Aufruf  folgten Männer aus Frankreich, die sich Sappeure (zu Deutsch: Wegbereiter) nannten. Diese Sappeure bereiteten für die Stadt Holzminden freie Zugangswege. Damit kann man Sappeure als die Pioniere der Schützen bezeichnen und das Salz in der Suppe beim Holzmindener Schützenwesen.

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Die Sappeure beim Schützenfest Holzminden 2007 - Erstürmung der Barrikaden

Die historischen Sappeure konnten von der Stadt Holzminden nicht besoldet werden. Sie erhielten zur Erfrischung lediglich pro Tag eine Zitrone und mussten sich ihre Verpflegung bei der Bürgerschaft einsammeln. So ist es heute noch üblich, dass am Tag vor dem Schützenfest die Sappeure von Haus zu Haus ziehen und Spenden, insbesondere in Form von essbaren Naturalien einsammeln.

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In den 60er Jahren - das Sammeln von Spenden

Welche Bedeutung haben heute die Sappeure für Holzminden?
Bei jedem Aufmarsch und insbesondere bei den großen Festumzügen bilden sie unter dem Kommando eines Sappeurhauptmanns und eines Sappeuroberleutnants, den Anfang eines jeden Festumzuges. Beim großen Festumzug des Schützenfestes Holzminden gehört traditionell die Erstürmung der Barrikade kurz vor dem Festplatz (in der Wallstraße) durch die Sappeure dazu. Gelingt es ihnen, die insbesondere von den jungen Schützen errichtete Barrikade zu stürmen, ohne das der Festzug ins Stocken gerät, steht ihnen traditionsgemäß ein Fass Bier zu. Andernfalls geht diese an die jungen Schützen.

Zwar sind die Sappeure kein eingetragener Verein und nach offiziellen Brauch müssen die Sappeure zu jedem Schützenfest neu geworben werden. Dennoch handelt es sich hierbei um eine fest Gemeinschaft, die nach dem Motte lebt „Einer für alle, alle für einen!". Dieser Leitspruch der Sappeure hat seine Gültigkeit aber nicht nur bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung, sondern in allen Lebenslagen für alle Mitglieder, in guten wie in bösen Zeiten.  Kein Wunder, das viele von den Mitgliedern heute  schon in dritter oder vierter Generation dabei sind und schon Vater, Großvater und Urgroßvater stolze Sappeure waren.

Das Äußere der Sappeure hat sich im Laufe der Jahre nicht verändert, damals wie heute trägt man eine Zimmermannstracht mit schwarzer Hose, weißem Hemd, ledernem Schurzfell und schwarzem Zylinder. Zudem führen sie als Arbeitsgeräte Äxte mit sich (ursprünglich zum Aufspießen von Zitronen). Geblieben sind auch viele Lieder, die von Generation zu Generation weitergetragen werden. Ein weiterer überlieferter Brauch ist der „Sappeursprung", bei dem sich die Sappeure waagerecht aus Mannshöhe platt auf den Boden werfen oder der Brauch am Schützenfestmontag  zum Katerfrühstück, wo von den Sappeuren die Honoratioren der Stadt und dem Schützenwesen auf den Schultern „auf die Theke" getragen werden, die sich dann mit einer runde Bier auslösen können.

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 Altendorfer Sommerfest 2008 - Eröffnung des Weihnachtsmarkt Holzminden 2007

Im punkto Feiern macht dieser Truppe keinen etwas vor. Sie sind (fast alle) trinkfest und immer voller guter Laune die ansteckt und zum Mitfeiern einlädt. Nicht zuletzt daher sind sie auch außerhalb des Schützenfestes in Holzminden ein gern gesehener Gast. So findet man sie im Laufe eines Jahres bei vielen großen Festzügen in unsere Umgebung genauso wie auf privaten Firmen- und Familienfesten. Hier begeistern sie vor allem mit ihren urwüchsigen Liedern und ihren  lebensfrohen  Tanzdarbietungen. In diesen Zusammenhang möchte ich aber auch einmal ein Vorurteil entkräften, dass Sappeure ständig über den Durst trinken. Denn in dieser Truppe findet man auch eingefleischte Antialkoholiker, die beweisen das man auch mit Cola und einen Käffchen so toll in Stimmung kommen kann. „Wichtig ist nur dabei, dass man eben mit echten Freunden feiert", so Obersappeur Holger Tusche.

Die Sappeuere sind eine eingefleischte Männertruppe, mit sehr verständnisvollen Frauen im Hintergrund. Sie setzen sich aus Aktiven, Passiven, Altsappeuren und Ehrensappeure zusammen. Zwei der prominentesten Ehrensappeure sind Bürgermeister Jürgen Daul Holzminden und der Niedersächsischer Minister für Inneres und Sport Uwe Schünemann. Das älteste aktive Mitglied ist mit 66 Jahre Peter Langer und das jüngste Pascal Tesmann mit 27 Jahren. Längst kommen die Sappeuer aber nicht nur aus Holzminden, sondern es hat sich sogar ein Mitglied aus Hameln dazugesellt. Thomas Reuper, der nun seit 4 Wochen begeisterter Sappeur in Holzminden ist. Er wurde durch seine Tochter Carina Reuper auf die Sappeure aufmerksam, die ihr Herz an den stellv. Obersappeur Holger Decker verlor.

Der aktuelle Vorstand 2008:
Hauptmann Albert Wurth, Oberleutnant Andreas Klingenberg, Obersappeur Holger Tusche, Stellv. Obersappeur Holger Decker und Kassenwart Hans Hermann Decker.

Die Aktivitäten außerhalb der öffentlichen Auftritte und Schießwettkämpfe: einmal monatlich eine große Versammlung, um alle Belange der Sappeure und jeden Samstag ab 10.00 Uhr finden im Sappeurheim Übungstreffen zum Erlernen und Vertiefen des Zimmermanns-Klatsch und der Sappeurlieder statt.

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Eines der bekanntesten Lieder der Sappeure „So muss mein Mädel sein"

Livemitschnitt, einfach auf Butten klicken“

Was gibt es Neues von den Sappeuren:

Beim Vergleichsschießen zwischen den Landwehrschützen und den Sappeuren errangen:

die Landwehrschützen mit der 1. Mannschaft den 1. Rang (175 Ring)

die Sappeure mit der 1. Mannschaft den 2. Rang (145 Ring)

Die besten Einzelschützen:

Landwehrschützen - Horst Klages (46 Ring), Margit Klages (46 Ring), Jörg Klages (44 Ring) - Sappeure - Albert Wurth (46 Ring), Holger Decker (43 Ring), Klaus Mahlmann (39 Ring)

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Am 12.07.2008 errang Thomas Albrecht  die Königsscheibe 2008 der 1. Sappeur - Kompanie  Holzminden seit 1819
Vereinsmeister wurde Peter Langer

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Neuer Freizeitlook 

Dank der Brauerei Allersheim werden die Sappeure auch bald in einen neuen einheitlichen Freizeitlook zu sehen sein, mit speziellen  Caps und flotten Sappeur T- Shirts.

Nächster Außentermin:
Am Samstag, den 09.08.2008 ist das Lichterfest in Bodenwerder. Hier lässt die  starke Truppe die Tradition ihrer Geschichte mit Zimmermannsklatsch und Gesang wieder aufleben. Zudem nehmen die Sappeure an der Gaudi-Paddelboot-Regatta aktiv teil.

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Einfach auf den Butten klicken

Zum Schluss ein Aufruf

Wer nach diesen Zeilen Lust bekommen hat,  selbst  einmal ein Sappeur zu werden, wendet sich bitte an:

Obersappeur  Holger Tusche – Telefon 05531 / 1270661 oder 0173 / 2532729


oder direkt über Kontakt: http://www.sappeure-holzminden.de/

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