| BOXSPORT ASV HOLZMINDEN |
|
|
|
Was bewegt aber Jugendliche dazu in den Ring zu steigen und birgt dieser Sport nicht auch große Gefahren? DIE AKTUELLE KAMERA wollte diesen Fragen auf den Grund gehen und befragte dazu den 1. Vorsitzenden Wilhelm Pieper
DIE AKTUELLE KAMERA: Der Boxsport ist bei vielen Menschen mit einigen Vorurteilen behaftet, so denkt man in erster Linie an platte Nasen, Blumenkohlohren und aufgeplatzte Augenbrauen. Ist Boxen wirklich so roh und gesundheitsschädlich? DIE AKTUELLE KAMERA: Wie geht es in einem Box-Sportverein wie den ASV Holzminden zu? Wilhelm Pieper: Wie in jeder anderen Sportart ist es auch für das Boxen gut, wenn man in früher Jugend damit beginnt. Hat man sich dafür interessiert und betritt man eine Übungshalle, so wird man schnell feststellen, dass alles anders ist, als man es sich vorgestellt hat. Boxhandschuhe und Boxring gibt es für den "Neuen" noch nicht. Unter Aufsicht der Übungsleiter wird zunächst einmal der Körper durch Laufen, Springen, Ballspiel und viel Gymnastik schnell und geschmeidig gemacht. Moderne Körperschulung und später Intervalltraining bringen die Voraussetzung für die anschließende Grundschule des Boxsportes. Erst wenn Körperhaltung und Muskulatur es zulassen, wird mit der eigentlichen Ausbildung begonnen. Dann geht es in den Übungsring in der Halle, wo es auch die für den Boxsport so typische Charakterschulung, die den Kämpfer lehrt, seinen Gegner zu achten, mit ehrlichen Mitteln zu kämpfen, Disziplin zu wahren, den Schwächeren zu schonen. Zu einem echten Kampf im Ring kommt der Schüler oder Jugendliche erst, wenn er ärztlich als boxsporttauglich anerkannt wird, mindestens sechs Monate Training und Vereinszugehörigkeit nachweisen kann und stets nur gegen Kämpfer, die etwa den gleichen Ausbildungsstand besitzen. DIE AKTUELLE KAMERA: Ist Boxsport auch eine Form von Gewaltprävention Wilhelm Pieper: Sicherlich ja, denn gerade für Jugendliche bietet das Boxtraining eine Möglichkeit Selbstsicherheit zu erlangen und sich auf faire Weise mit anderen zu messen. Dadurch ist das Boxen eine der besten Möglichkeiten zu verhindern, dass junge Menschen ihre Aggressionen anderweitig abreagieren. Wer sich regelmäßig im Training und Wettkampf mit Anderen messen kann, hat es normalerweise nicht nötig, sich seine Kraft auch auf der Straße zu beweisen. DIE AKTUELLE KAMERA: Welche Vorteile bietet der Boxsport noch für Jugendliche? Wilhelm Pieper: Abgesehen von Sparring und Wettkampf ist das Boxtraining eine der besten Möglichkeiten sich fit zu halten. Denn modernes Boxtraining beansprucht alle Muskeln optimal. Sowohl die Muskelkraft wird gestärkt, als auch Reaktionsschnelligkeit und Kondition. Aber auch das Selbstvertrauen, die Willenskraft, der Mut und die Fairness werden gefördert. Zudem wird den Kindern und Jugendlichen eine gesunde Ernährung nahe gebracht. DIE AKTUELLE KAMERA: Sie selbst opfern diesem Sport, erst aktiv im Ring, dann als langjähriger Trainer beim ASV Holzminden, den Großteil Ihrer Freizeit. Was ist für Sie das faszinierendste am Boxen? Wilhelm Pieper: Das Gefühl im Ring zu stehen, Mutterseelen allein, im ehrlichen Kampf, Mann gegen Mann.
Kurzinfo zu den Wettkampfbestimmungen: Die Kinder und Jugendlichen vom ASV Holzminden sind alle vom Boxsport begeistert und schwärmen vom Zusammenhalt in der Gruppe, was die Bilder von einem Trainingsabend im Verein beweisen. Wer auch einmal Probeboxen oder sogar Mitglied werden will, kann einfach einmal zu den Trainingszeiten am Dienstag und Freitag vorbeikommen. Die jungen Nachwuchssportler freuen sich schon auf Euch. An dieser Stelle auch ein kleiner Aufruf, Sponsoren werden immer dringend gesucht. Denn Jugendarbeit kostet Geld, das leider immer knapper wird, da zurzeit die Finanzierung nur durch die Mitgliedbeiträge getragen wird. BILDERGALERIE
|
| < zurück | weiter > |
|---|










